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Der Festbericht über das Jubiläumsschützenfest 2001

Wohl selten ist in Ostönnen ein Schützenfest so gründlich vorbereitet worden wie das Jubiläumsschützenfest anlässlich des 175-jährigen Bestehens. Den ein Dutzend Vorstandssitzungen im Vorfeld folgten weitere Treffen von Montag bis Donnerstag vor dem Fest, bei denen unter anderem die Parade mit den auswärtigen Vereinen und Ehrengästen ausführlich erörtert wurde. Daneben wurde auch die Hellweghalle hergerichtet, was seinen Höhepunkt am Donnerstag mit dem Laubholen und Schmücken der Festhalle erreichte.

Nachdem am Freitag, 29. Juni, der Vorstand zunächst einen Kranz am Ehrenmal niedergelegt hatte, trat der Verein mit 90 Schützen und 13 Vorstandsmitgliedern sowie der Bergkapelle Radbod zum Vogelschießen an. Aus Anlass des Jubiläums galt es diesmal, nicht nur nach traditioneller Art den König und Vizekönig, sondern auch einen Kaiser zu ermitteln.

Das Schießen begann – nach den obligatorischen Böllerschüssen - mit einem Paukenschlag. Vorjahreskönig Werner Kessler bewies erneut seine Treffsicherheit: Mit dem 1. Schuss raubte er dem Königsadler die Krone. Danach quälten sich die Schützen mit den restlichen Insignien herum, weil auch jeweils die Drahtverbindung zum Körper des Tieres abgeschossen werden musste. Jens Sievert holte sich schließlich mit dem 97. Schuss das Zepter, den Apfel sicherte sich Hans Ratayczak  mit dem 125. Schuss.

Und dann kam die Sternstunde von Ulrich Prolingheuer. Man hatte noch gar nicht richtig mitgekriegt, dass er sich am Kampf um die Königswürde beteiligen wollte, da hatte er dem Tier schon mit dem 211. Schuss den Garaus gemacht. Er kam, sah und siegte mit seinem allerersten Schuss. Zur Königin berief er seine Ehefrau Elisabeth.

Den Geck erledigte Jens Sievert mit dem 40. Schuss und wurde damit Vizekönig.

Am Kaiserschießen konnten sich 33 ehemalige Ostönner Könige beteiligen. Während Georg Haverland die Krone des Kaiseradlers mit dem 30. Schuss errang, erwiesen sich auch hier Zepter und Apfel als zäh. Mit dem 102. Schuss sicherte sich Werner Sievert das Zepter, während der Apfel erst zeitgleich mit dem Restvogel herunterkam. Mit dem 106. Schuss machte Jürgen Wagner dem Vogel den Garaus, wodurch er Kaiser wurde. Seine Ehefrau Karin berief er zur Kaiserin. Um 21.45 Uhr war das Schießen beendet.

Nach dem herrlichen Freitagabend hofften die Schützen auch auf einen sonnigen Samstagnachmittag. Es sollte anders kommen. Schon der Weg von der Hellweghalle zum König – das waren nur rund 200 Meter – hätte eine Windböe Jörg Dustert schon fast die Schützenfahne entrissen. Mit vollem Einsatz konnte der Fahnenträger das Tuch aber noch retten.

Beim König wurden die Schützen freundlich empfangen, mussten sich dann allerdings unter die Pavillons flüchten, weil ein kräftiges Schauer über Ulrich Prolingheuers Garten hernieder ging.  Die Schützen saßen anderthalb Stunden fest, was dem König einige unplanmäßige Kästen Bier gekostet haben dürfte. 76 Schützen sowie 13 Vorstandsmitglieder (für den „verhinderten“ Geschäftsführer Ulrich Prolingheuer sprang dessen Vorgänger Ernst-Wilhelm Ebbert ein) traten am Samstag an, nach dem Regenschauer zogen sie mit Königs- und Kaiserpaar sowie dem Hofstaat zur Hellweghalle. Da die Schützen wegen des Regens lange festgesessen hatten, wurde der Umzug durchs Dorf gestrichen. Lediglich am Bach zog man noch lang. Pünktlich um 16 Uhr erfolgten Krönung, Königstanz und Ehrungen in der Hellweghalle.

Zum Hofstaat gehörte das Vizekönigspaar Jens Sievert und Andrea Puppe sowie  Christel und Georg Haverland, Andrea und Wolfgang Flecke, Heidrun und  Dirk Rocholl, Sigrid Freame und Ralf Irmer, Birgit und Karsten Berndt, Karin und Heinz-Georg Kipp, Ulrike und Bernd Steimann, Ute und Hans Rosendahl, Ulla und Jürgen Grothoff, Sandra Sträter und Frank-Georg Sievert, Sandra und Oliver Derkmann, Constanze Arens und Thomas Vogt,  Ingrid und Burkhard Diekmann, Eva und Werner Kessler, Kerstin Franke und  Jörg Dießel, Catherine Thibaut und Johannes Volkmann.

Folgende Schützen wurden geehrt:
Verleihung der Königs- und Vizekönigsorden: König des Jahres 2000: Werner Kessler
Vizekönig des Jahres 2000: Gerhard Sievert.
Den erfolgreichen Insignienschützen (s.o.) wurden Schießschnüre überreicht.
Ehrungen zum 25-jährigen Königsjubiläum: König 1976: Helmut Basner , Königin 1976: Annette Basner.
Ehrungen zum 40-jährigen Königsjubiläum:  Königin 1961: Anni Schildheuer.
Ehrungen zum 50-jährigen Königsjubiläum:  König 1951: Willi Brand,  Königin 1951: Ilse Sievert (verh. Brand) .
Ehrungen für 25-jährige Mitgliedschaft: Georg Haverland, Heinrich Wegge, Ulrich Brand, Friedrich Wilhelm Fischer, Manfred Mechsner, Hans-Jürgen Wagner, Josef Tuneke
Ehrungen für 50-jährige Mitgliedschaft: Peter Fischer, Karl Sievert, Dietrich Heimann
Nachträgliche Ehrungen zur 40-jährigen Mitgliedschaft: Helmut Basner, Ernst Blumendeller, Heinz-Dieter Carrie, Werner Carrie, Ernst-Wilhelm Ebbert, Helmut Esken, Werner Franke, Richard Irmer, Walter Kallenbach, Heinz Kipp, Hans-Dieter Krämer, Georg Lehnert, Hans-Joachim Natje, Heinz Oevel, Claus Reineke, Heinz Reuter, Heinz Rocholl, Heinrich
Rummel, Rolf Scheel, Wolfgang Scholz, Johannes Schulte, Heinz-Georg Sievert, Werner Sievert, Helmut Sievert, Herbert Sillis, Karl-Heinz Sixtus, Wilhelm Sträter, Georg Sträter, Horst-Dieter Sträter, Ernst Tillmanns, Heinz-Wilhelm Topp, Horst Topp, Ernst-Dieter Vieregge, Helmut Werner, Heinrich Wiemer, Heinz Hagedorn, Günter Hoffmann.
Nachträgliche Ehrungen für das 40-jährige Königsjubiläum: Heinz Oevel und Herbert Wiemer.
Zum Königstreffen am Samstag waren fast alle ehemaligen Könige erschienen. Der Fahnenausmarsch erfolgte eine halbe Stunde früher als üblich.

Unter guter Beteiligung feierten die Schützen zu den Klängen der Band The Times bis in den frühen Sonntagmorgen. Wegen des Regenwetters war die Halle gut gefüllt.

Am Sonntag traten 78 Schützen und die Vorstandsmitgliedern bereits um 13.30 Uhr an. Im Eilmarsch wurde der Oberst abgeholt, so dass man Punkt 15 Uhr zum Empfang der Gastvereine pünktlich an der Hellweghalle ankam. König und Hofstaat versäumten es trotz des Zeitdrucks nicht, den Rasen des Oberst mit acht Rasenmähern zu schneiden, denn offensichtlich hatten Ulrichs Schafe im Vorfeld des Festes wieder versagt.
Der Festakt begann um 15.30 Uhr mit der Begrüßung durch Oberst Ulrich Sträter. Danach sprachen Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer und der 1. Vorsitzende der Schützengemeinschaft des Kreises Soest, Heinrich Brinkmann aus Hattrop. Er zeichnete Ostönner Schützen mit Verdienstmedaillen aus:   Verdienstmedaille der Kreisschützengemeinschaft in Bronze: Daniel Thibaut, Ralf Irmer, Karl-Christoph Schiller, Jörg Dustert, Walter Bahns, Hans-Peter Fischer. Verdienstmedaille der Kreisschützengemeinschaft in Silber: Gerhard Sievert, Heinrich Sträter, Army Ostermann.

Erst Ebbert sprach für den erkrankten Ortsvorsteher Heinz Rocholl und übermittelte die Grüße der Ostönner Vereine. Außerdem gratulierten die auswärtigen Schützenvereine.

Nach dem kurzen Umzug durchs Dorf über Schloot, Alte Heerstraße und Eichenweg erlebten die über 1000 Zuschauer auf dem Sportplatz eine farbenprächtige Parade: Der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Soest Mitte, die Musikkapelle Radbod, der Spielmannszug Einigkeit Westönnen, über 200 Vorstands- und  Hofstaatsmitglieder sowie Schützen aus den Nachbarvereinen Ampen-Jakobifeldmark, Eineckerholsen-Ehningsen-Merklingsen, Enkesen-Paradiese, Mawicke, Schwefe und Sieveringen, 130 Vorstands- und Hofstaatsmitglieder sowie Schützen aus Ostönnen und Röllingsen wirkten mit.
Es folgte ein gemütliches Beisammensein, Hellweghalle und Vorplatz waren dabei prall gefüllt. Oberst Sträter lud Zum Kommandeursempfang in die Sektbar.

Der Große Jubiläumszapfenstreich um 20.30 Uhr war am Sonntag ein weiterer Höhepunkt. Auch viele auswärtige Gäste waren geblieben, um bei diesem Ereignis mitzuwirken. Anschließend spielte die Musikkapelle Radbod unter Leitung von Ulrich Hildebrandt schwungvoll auf. Der Vizekönigstanz um 23.45 Uhr bedeutete für viele noch nicht das Ende des Schützenfestes. Für manche ging es erst um 5 Uhr morgens zu Ende.

Am Montag folgte der traditionelle Muckentag mit Aufräumen von Halle und Vorplatz. Für manche wurde es dann beim Grillen noch einmal ein langer Abend.
 

Schriftführer                                                        Oberst
Arnfried Rosenstock                                           Ulrich Sträter
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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