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  Ausflug
Am Modell des Konzentrationslagers Mittelbau-Dora ließen sich die Ausflügler erklären,
wie dieses KZ aufgebaut war.  Foto: Rosenstock

Zweimal unter Tage

Kameradschaft ehemaliger Soldaten Ostönnen-Röllingsen besichtigte
im Harz die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora und das ehemalige Erzbergwerk in Elbingerode

OSTÖNNEN Gleich zweimal unter Tage ging es für die Teilnehmer der Fahrt der Kameradschaft ehemaliger Soldaten Ostönnen-Röllingsen,. Erstes Ziel der 47 Ausflügler war die Konzentrationslager-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Ende August 1943 wurde dieses Außenlager des KZ Buchenwald im Kohnstein bei Nordhausen im Harz eingerichtet.Aktueller Anlass war die Bombardierung der Raketenversuchsanstalt Peenemünde. Nun sollten die Raketen V1 und V2 („Vergeltungswaffen“) unterirdisch gefertigt werden. Eindrucksvoll wurde den Ostönnern in der Gedenkstätte die unmenschliche Behandlung der Zwangsarbeiter geschildert, die das Stollensystem ausbauen oder darin die Raketen fertigen mussten. Von den 60000 im KZ eingesetzten Menschen aus über 40 Nationen kamen über 20000 ums Leben. Im Stollen übrig geblieben ist nur noch der Raketenschrott. Zweites Ziel war ein ehemaliges Bergwerk in Elbingerode. Hier erlebten die Fahrtteilnehmer bei einer Führung, wie früher in den Stollen Eisenerz abgebaut wurde. Das Bergwerk wurde 1970 stillgelegt. Den Ausflug hatte, wie schon in den vergangenen Jahren, der Kassierer der Kameradschaft, Ernst Blomberg, organisiert. Er nimmt auch die Anmeldungen für die nächste Veranstaltung des Vereins, das Kameradschaftsfest am Samstag, 22. Oktober, entgegen. aro